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Home > Arbeit der IFOAM > Standards und Zertifizierungen

Die Zertifizierung durch eine anerkannte Stelle


Ökologische Standards wurden lange dazu genutzt, um Vereinbarungen mit der ökologischen Landwirtschaft zu treffen was die Auslobung „ökologisch“ in Bezug auf die Produkte bedeutet und um die Konsumenten zu informieren. Regionale Gruppen ökologischer Landwirte begannen schon um 1940 ökologische Standards zu entwickeln. Gegenwärtig gibt es Hunderte von privaten ökologischen Standards weltweit; ökologische Standards sind außerdem in Richtlinien von mehr als 60 Regierungen kodifiziert worden.

Die Zertifizierung durch eine anerkannte Stelle wurde in den siebziger Jahren eingeführt und zwar von denselben regionalen Gruppen ökologischer Landwirte, die schon vorher ökologische Standards entwickelten. In den ersten Jahren kontrollierten sich die Landwirte gegenseitig auf freiwilliger Basis anhand eines ziemlich allgemeinen Richtlinienwerks. Heute ist die Zertifizierung durch eine anerkannte Stelle ein sehr komplexer und formeller Prozess. Obschon die Zertifizierungen als eine freiwillige Aktivität begann, forderte der Markt diese vertrauensbildende Tätigkeit für seine Verkaufstätigkeiten. Mittlerweile sind sie eine Bedingung und rechtliche Vorschrift von vielen Regierungen für jegliche Art von ökologischen Auslobungen von Produkten/Produktbezeichnungen.


Das ökologische Garantiesystem für die ökologische Landwirtschaft, die IFOAM Basisstandards und ihre Akkreditierungskriterien

IFOAMs ökologisches Garantiesystem (OGS) dient zum einen dazu, die Entwicklung von ökologischen Standards und Zertifizierungen weltweit zu erleichtern und zum anderen eine internationale Garantie von diesen Standards und Zertifizierungen zu liefern. Die IFOAM Basisstandards und die Akkreditierungskriterien sind zwei der Hauptbestandteile des OGS. Besuchen Sie "Das ökologische Gewährleistungssystem von IFOAM" auf unserer Website für weitere Informationen.


Andere Garantiesysteme

Die Zertifizierung ist entwickelt worden, um zu zeigen und zu garantieren, dass ein Produkt ökologisch produziert worden ist. Die Zertifizierung ist ein formales, dokumentiertes Verfahren, welches von einer anerkannten Zertifizierungsstelle abgenommen wird und bescheinigt, dass den ökologischen Standards gefolgt wird. Die Zertifizierung dient dazu, dass die Verbraucher wissen, dass sie dem ökologischen Produktionsprozess und den ökologischen Produkten vertrauen können. Die Zertifizierung gibt der ökologischen Landwirtschaft eine deutliche Identität und Glaubwürdigkeit und erleichtert ihnen den Zugang zum Markt.

Jedoch gibt es neben der Zertifizierung durch anerkannte Stellen und den formellen Standards auch andere Methoden für ökologische Qualitätssicherung. Dies kann in Form von einer Selbsterklärung sein oder von partizipativen Garantiesystemen, welche von IFOAM auch als geeignet für lokale Märkte betrachtet werden.


Partizipatives Garantiesystem für die ökologische Landwirtschaft

Das partizipative Garantiesystem für die ökologische Landwirtschaft (PGS) ist geprägt durch  Qualitätssicherungsinitiativen, die basierend auf IFOAMs Prinzipien für den Ökolandbau, ihre eigenen Standards entwickeln und verwenden.
PGS können in verschiedenen Bereichen sehr unterschiedlich ausfallen, z.B. in Bezug auf die Rolle der einzelnen Gemeinschaften, geographische Besonderheiten, Beteiligungsverfahren und Marktzugängen ebenso die spezifischen Prüfmethoden..
Die Glaubwürdigkeit wird durch die Beteiligung aller an Produktion und Verbrauch von ökologischen Produkten beteiligten Interessengruppen sichergestellt.
In der Mehrheit der Fälle garantieren partizipative Garantiesysteme nicht nur die Glaubwürdigkeit von ökologischen Erzeugnissen, sondern sind auch eng verbunden mit lokalen und alternativen Marketingideen.
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