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Geschichte der IFOAM

Die mehr als fünfunddreißigjährige Geschichte der IFOAM hat bewiesen, dass die Vertreter der ökologischen Landwirtschaft die soziale und ökologische Revolution eindrucksvoll repräsentieren. Alles begann 1972, als der Präsident des französischen Bauernverbandes Nature et Progrès  weltweit dazu aufrief,  sich zusammenzuschließen, um die Zukunft der ökologischen Landwirtschaft zu sichern. Von da an arbeiteten Menschen von Indien bis England in der alternativen Landwirtschaft eng zusammen.
Die deutschsprachigen Länder und Frankreich waren Schauplatz der ersten Aktivitäten der IFOAM. Auch Kanada schloss sich sehr bald an. In den 80er Jahren gelang es den IFOAM-Aktivisten aus den USA afrikanische Vertreter der ökologischen Landwirtschaft zu überzeugen, sich ebenfalls zu beteiligen. Zudem gelang es ihnen, eine bis heute einzigartige und fruchtbare Zusammenarbeit mit der Organisation für Nahrungsmittel und Landwirtschaft der Vereinten Nationen  – Food and Agriculture Organization (FAO) – in Gang zu setzten.
 
Während der 90er Jahre unternahm die IFOAM erste Schritte, um ihre Organisationsstruktur zu dezentralisieren. Dazu wurden regionale Institutionen gegründet und es wurde die erste größere  internationale Konferenz zu Umweltthemen organisiert, nach der UNCED 1992 in Rio, wo sich die IFOAM bereits als aktiver Verfechter ökologischer Prinzipien profilieren konnte.

Die Vereinigung war in der Vergangenheit durchgängig erfolgreich bei der Entwicklung einer aktiven Debattenkultur, der Bildung von Netzwerken jenseits der Grenzen von Klassen, Geschlechtern und Regionen, der fortwährenden Verbesserung der eigenen organisatorischen Struktur, Politik & Positionierung und der IFOAM Standards, dem Anwerben von Freiwilligen und dem Überwinden finanzieller Herausforderungen, der Zusammenarbeit mit den unterschiedlichsten ökologischen Bewegungen, dem Erstellen von Standards, die Vorbildfunktion für zahlreiche größere nationale und supranationale Gesetzgebungsvorhaben haben und zur freiwillige Übernahmen von IFOAM Standards führte (Codex Alimentarius, EU, FAO); der Integration wissenschaftlicher Expertise und ökonomischer Gesichtspunkte in das emotionale Reich der ökologischen Landwirtschaft. All diese Themen stehen im Zentrum des weiten Aktions-Bereiches der IFOAM.
 
Die IFOAM Basisrichtlinien sind mittlerweile in 18 Sprachen übersetzt! Obwohl die Geschichte der Vereinigung durch ständige Veränderungen geprägt ist, beweist sie doch letztendlich großes Durchhaltevermögen. Die IFOAM hat bewiesen, dass sie unter all den weltweiten Bemühungen, der ‚Grünen Revolution‘ entgegenzutreten, in ihrer Reichweite und Nachhaltigkeit einzigartig ist.

Eve Balfour, eine der Gründerinnen der IFOAM, sagte, dass das Wesen einer wirklich nachhaltigen Landwirtschaft auf den Begriff der  ‚Beständigkeit‘ gebracht werden könne. Und Gleiches sollte auch für das Geschick der IFOAM selbst als Anführer und Unterstützer der weltweiten Bewegung der ökologischen Landwirtschaft gelten.

Fest verwurzelt in ihrer Geschichte schaut die IFOAM nach vorne in eine ebenso spannende Zukunft,  die durch die Serviceleistungen für die Mitglieder, die internen Debatten und öffentlichen Versammlungen und Konferenzen sowie und für die Überzeugung der breiten Öffentlichkeit, den Prinzipien des Ökolandbaus zu folgen, geprägt sein wird.
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