Präsidentin:
Katherine DiMatteo, USA
Katherine DiMatteo ist Teilhaberin bei der Beraterfirma Wolf, DiMatteo
+ Partner. Zwischen 1990 und 2006 war sie Geschäftsführerin
der Organic Trade Association (OTA)- in den USA. Sie ist
Gründungsmitglied und ist derzeit Sekretärin des Vorstands
des Organic Center. Des Weiteren fungierete sie als
Vorstandsmitglied beim Organic Materials Review Institute sowie der
Northeast Cooperatives, Inc., dort sowohl als Präsidentin als auch
Schatzmeisterin. Von 1995-2006 war sie US-Delegierte in der
Bio-Arbeitsgruppe des Codex-Kommittees zur Nahrungsmittelkennzeichung.
Frau DiMatteo ist aufgrund ihres Engagements für einheitliche
Ökostandards und –praktiken, sowie der Verknüpfung von
biologischem Landbau und einer nachhaltigen Zukunft international
anerkannt. Sie wurde im Jahre 2006 als IFOAM-Weltvorstandsmitglied
kooptiert. 2008 wurde sie in den Weltvorstand gewählt und zur
IFOAM-Präsidentin ernannt.
Vize-Präsident:
Andre Leu, Australien
Andre Leu ist Vorsitzender des Australischen Bioverbandes, Organic
Federation of Australia, dessen Rolle es ist die Entwicklung des
australischen Biosektors zu einem tragenden Pfeiler der australischen
Landwirtschaft zu machen. Sowohl für Konsumenten, Produzenten aber
auch für die australische Umwelt ist dies von Vorteil. Die
wichtigste Aktivität war die Zusammenarbeit mit der australischen
Regierung bei der Erarbeitung eines Regulierungssystems für
Bioprodukte. Dieses System gibt dem Biosektor selbst die Kontrolle
über die Standardsetzung und überträgt den
verantwortlichen Regulierungsbehörden die Umsetzung. Andre war
Vorsitzender des Lychee-Produzentenverbands in Nord-Queensland.
Andre ist selbst Ökobauer und baut tropische Früchte in
Daintree, Queensland, an. Er bringt eine über 36-jährige
Erfahrung in allen Bereichen des Biolandbaus mit, wie z.B.
Anbaupraktiken, Schädlingsbekämpfung, Unkrautkontrolle,
Marketing, Nachernteschutz, Transport, Bauernverbandswesen, Entwicklung
neuer Ernten sowie Aus- und Weiterbildung, dies nicht nur in Australien
sondern auch in vielen anderen Ländern.
Vize-Präsident:
Roberto Ugas, Peru
Roberto Ugas ist peruanischer Agrarwissenschaftler und hat in Peru, den
Niederlanden und Japan studiert. Er doziert und forscht im Bereich
Gartenbau an der Nationalen Landwirtschaftlichen Universität La
Molina, und ist als Berater für ländliche Entwicklung,
Agrar-Ökologie, Agrar-Biodiversität und Biolandbau
tätig. Roberto ist wichtigster Berater der peruanischen
Nationalvereinigung Ökologischer Bauern (ANPE) und ist Mitglied in
der Nationalen Kommission für Agrarprodukte (CONAPE), dem
Beratergremium, das die erste offizielle Bio-Richtlinie Perus verfasst
hat. Als Beauftragter vertritt er La Molina bei verschiedenen
nationalen und internationalen Abkommen, einschl. ANPE und Slow Food.
Er ist Mitglied verschiedener wissenschaftlicher Gesellschaften, u.a.
ISOFAR und SOCLA, sowie EducAndes, die sich für Erziehung zu
nachhaltiger Entwicklung einsetzt. Weiterhin war er im Vorstand von
SEPIA, einer Ideenwerkstatt zu wirtschaftlichen und
landwirtschaftlichen Fragen, aktiv. Roberto ist Mitglied von GALCI,
IFOAMs Lateinamerika-Regionalgruppe und war 15 Jahre lang in das IFOAM
Akkreditierungsprogramm eingebunden, wo er später
Vorsitzender des Akkreditierungskomitees wurde. Er war auch Mitglied
der Arbeitsgruppe, die die Prinzipien und die Definition des
Biolandbaus ausgearbeitet hat.
Urs Niggli, Schweiz
Urs Niggli wurde 1990 Direktor des Forschungsinstituts für
Biologischen Landbau (FiBL). Darüber hinaus ist er Mitglied der
Vorstände von FiBL Deutschland, FiBL Österreich sowie des
Tschechischen Bioinstituts und der IBLA in Luxemburg. Er war
Mitbegründer der Schweizerischen Inspektions-und
Zerfizierungsfirma bio.inspecta und ist seither Mitglied des
Vorstandes. Im Jahre 2003 initiierte Urs zusammen mit Ulrich Köpke
the International Society of Organic Agriculture Research (ISOFAR) und
ist seit der Gründung stellvertretender
Vorsitzender.Außerdem gehört er verschiedenen
Beratungsgremien wissenschaftlicher Institute und
Universitäten in Deutschland, Schweiz und Dänemark an. Bei
der ETH Zürich und an der Universität Kassel unterrichtet er
derzeit Biolandbau. Er ist Ehrendoktor für Forschungszwecke der
Aberystwyth Universität in Wales.
Vor kurzem hat er die IFOAM-EU-Gruppe bei der Ausarbeitung einer
langfristigen Forschungsvision und eines strategischen
Forschungsprogramms 2025 unterstützt.
Jacqueline Haessig Alleje, Philippines
Jacqueline Haessig Alleje wurde in der Schweiz geboren, lebt jedoch
seit 1988 auf den Philippinen. Sie ist Mitbesitzerin der Rizal-Dairy
Farms, die seit 1992 Molkereiprodukte herstellt. Unter anderem
unterhält Rizal Dairy Farms einen Catering Bereich
“Petra’s naturally – green, global, gourmet” um
gesunde Biodelikatessen als Lebensart zu fördern. Jacqueline
unterrichtet “Gesunde Feinschmecker”- kulinarischen
Kochunterricht in Manila. Sie ist Präsidentin der Organic Farming
- Production, Training and Consultancy, Inc. (OFI), die sich mit der
Biogemüseproduktion, der -technischen Entwicklung und dem
Wissenstransfer durch Ausbildung, Beratung und Netzwerkbildung zwischen
Produzenten und Forschern befasst. Sie war Gründungsmitglied des
Organic Producers Trade Association and the Organic Certification
Center of the Philippines, und dient als Vorstands- und
Geschäftsführungsmitglied der OCCP. Sie ist aktiv in der
Erarbeitung der Regierungsrichtlinien bez. der Förderung und
Weiterentwicklung des Biolandbaus auf den Philippinen engagiert.
Seit 1997 nimmt sie aktiv an IFOAM-Aktivitäten teil, konzentrierte
sich dabei auf geschlechtsspezifische Themenbereiche und die
Perspektive der Produzenten. 2005 wurde sie in den IFOAM-Weltvorstand
gewählt und im Juni 2008 von der Generalversammlung als Mitglied
erneut bestätigt.
Moses Kiggundu Muwanga, Uganda
Moses Kiggundu Muwanga ist der Koordinator der Ugandischen
Biolandbaubewegung (NOGAMU). Dieser Dachverband vereinigt Produzenten,
Verarbeiter, Exporteure, NROs und andere Institutionen, die sich mit
der biolandwirtschaftlichen Entwicklung in Uganda befassen. Moses
Engagement im Biobereich ist zweiseitig: einerseits bietet er fachliche
und Beratung in den Bereichen des Aufbaus und der Entwicklung von
biologischen Anbausystemen und Firmen an, andererseits hat er
wesentlich zum strukturellen Aufbau der effizienten nationalen
Biolandbaubewegung beigetragen.
Moses war Mitglied der IFOAM-Arbeitsgruppe zur Entwicklung von
partizipativen Garantiesystemen (PGS) und des Programmkomitees für
Bio-Standards in Ost-Afrika (OSEA), einem von IFOAM
durchgeführten Projekt. Er war auch regionaler Fachberater bei der
Erarbeitung der Standards für ostafrikanische Bioprodukte (EAOPS).
Masaya Koriyama, Japan
Masaya Koriyama ist seit 1992 als Öffentlichkeits- und
Marketingreferent des Hauslieferservices für Natur –und
Biolebensmittel Radish Boya (Boy) tätig. Er fördert seit 15
Jahren die allgemeine Verbreitung von Bioprodukten und den biologischen
Landbau in Japan. Radish Boya begann 1977 als
Umwelt-Nichtregierungsorganisation und konzentrierte sich auf
Müllverwertung in Japan. Mittlerweile tätigt Radish Boya
wöchentliche Lieferungen an 96.000 Haushalte in ganz Japan und ist
somit einer der führenden Lieferservices von Natur- und
Bioprodukten. Radish Boya wurde 1997 Mitglied von IFOAM und war 2001
Mitbegründer von IFOAM Japan, einer internen Struktur, die
Produzenten, Verteiler, Zertifizierungsagenturen und
Nichtregierungsorganisationen vereinigt, um die japanische Biobewegung
voranzubringen.
Masaya absolvierte ein Master-Studium in Globaler Politik (Globale
Zivilgesellschaft) an der Londoner Wirtschaftsschule (LSE). Von
November 2007 bis Februar 2008 arbeitete er in der IFOAM-Zentrale als
Praktikant.
Hier ist ein Artikel aus der angesehenen japanischen Zeitung „Asahi“ vom 30.Juli 2008 über Masaya Koriyama.
Ong Kung Wai, Malaysia
Ong Kung Wai lebt in Penang, Malaysia, und ist als Berater und
Ausbilder bei Grolink tätig, einem internationalen Beratungsdienst
für die Entwicklung von Biolandbau. Er ist dort Sachbearbeiter bei
der Certification Alliance, einer Partnerschaft von
Zertifizierungsstellen aus Europa und Asien. Des Weiteren ist er
Vorsitzender der Organic Alliance Malaysia, sowie Direktor von Life
Spirit, Betreiber eines auf den Lehren Rudolf Steiners basierenden
Kindergartens in Penang.
Kung Wai war vorher bereits Mitglied des IFOAM-Weltvorstands und
Vize-Präsident der International Organic Accreditation Service
(IOAS) in den USA. Zwischen 1994 und 1998 arbeitete er als beratender
Programmsachbearbeiter für nachhaltige Landwirtschaft im
Pestizid-Aktionsnetzwerk für Asien und den Pazifikraum. Er wurde
2005 in dem IFOAM-Weltvorstand gewählt und 2008
wiedergewählt. Seit 2006 ist er Vorsitzender des Komitees zur
Weiterentwicklung der IFOAM Normen.
Fabio Piccioli, Italien
Fabio Piccioli ist Ökobauer und Fachberater. Er arbeitet seit 1986
im Bereich Biolandbau, und zwar in einer kleinen Kooperative, die 1979
von jungen Arbeitslosen gegründet wurde. Seit 1993 baut er auf
seinem eigenen Biohof in Italien Obst und Weintrauben an. Von 1994 bis
2000 war er Vorsitzender von AIAB in der Provinz Emilia Romagna, dem
italienischen Bioverband der Region. Von 1998 bis Juni 2008 war er
Mitglied des Regionalvorstandes von AgriBioMediterraneo, IFOAMs
Regionalgruppe im mediterranen Raum und wurde 2005 deren Vorsitzender.
In den 90er Jahren begann er mit verschiedenen Kooperationsprojekten
für Biolandbau und nachhaltige Entwicklung
zusammenzuarbeiten, u.a. in Lateinamerika, Mittelmeerraum und Afrika.
Seit 2002 arbeitet er auch als Fachberater für
Ökozertifizierungen beim Ethik- und Umweltzertifizierungsinstitut
(ICEA) in Italien und anderen Ländern.
Vanaja Ramprasad, Indien
Seit etwa 30 Jahren reist Dr. Vanaja Ramprasad durch die Täler und
Dörfer Indiens, um die Entwicklungstrends bei den Armen zu
verstehen. Was ihr Verständnis am meisten beeinflusst hat war die
weitläufig anerkannte Analyse der Fehler als wahre Gründe
für Armut und Hunger in der Dritten Welt. Sie hat mit mehreren
internationalen Beratungsfirmen auf dem Gebiet Entwicklung
zusammengearbeitet. Als Entwicklungswissenschaftlerin und
Ernährungsspezialistin, war sie in den 80er Jahren in
Südindien bei einer Studie zu den Auswirkungen der sogenannten
Grünen Revolution auf Kleinbauern im Regenfeldbau engagiert. Die
Studie wies auf den Verlust der Artenvielfalt und den Konsequenzen
für die Ernährungssicherheit hin. Auch der Verlust von
genetischen Ressourcen beim Saatgut hat verheerende Auswirkungen auf
die Entscheidungsfreiheit von Bauern in Bezug auf ihre
Saatgutschutz-Aktivitäten. 1994 initiierte sie die Stiftung
für genetische Ressourcen, Ökologie und Energie, und hat sich
seitdem aktiv für nachhaltigen Saatgutschutz für und durch
Kleinbauern eingesetzt.
Sie ist aktiv in der staatlichen Bioagrarpolitik engagiert. Ihre Arbeit
wird in unterschiedlichen Ökoregionen in Indien anerkannt. Vanaja
Ramprasad ist Mitglied in vielen globalen Netzwerken, u.a. GRAIN, IFOAM
und COMPAS.