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Die Erste Internationale IFOAM Konferenz zu Marketing und In-Wert-Setzung ökologischer und regionaler Produkte stellt fest, dass die Entwicklung ländlicher Regionen mit allen Mitteln gestärkt werden muss. |
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August 29, 2007 Die Erste Internationale IFOAM Konferenz zu Marketing und In-Wert-Setzung ökologischer und regionaler Produkte stellt fest, dass die Entwicklung ländlicher Regionen mit allen Mitteln gestärkt werden muss. |
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29.08.07, Schwäbisch Hall, Deutschland – Vom 26. bis 28. August 2007 kamen mehr als 200 Teilnehmer aus 40 Ländern zur ‚1. Internationalen IFOAM Konferenz zum Marketing und In-Wert-Setzen ökologischer und regionaler Produkte’ zusammen, um Ideen, Chancen und Strategien zum Schutz der Integrität ökologischer Produkte, traditionellen Wissens und der natürlichen Biodiversität und als Konsequenz der Bauern und ländlicher Gemeinschaften zu diskutieren. |
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Die Konferenz organisiert von Organic Services GmbH und Ecoland e.V. in Kooperation mit IFOAM und durch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unterstützt, betonte die Bedeutung lokaler ökologischer Systeme und der ländlichen Kultur wo auch immer in der Welt. Mit dem stark wachsenden Interesse für anerkannt ökologisch erzeugte Produkte bietet der Ökologische Landbau die richtigen alternativen Strategien und Lösungen für ländliche Entwicklung und wirtschaftlich nachhaltige Wirtschaftssysteme.
In seiner Eröffnungsrede betonte Gerald A. Herrmann, Präsident von IFOAM: Wir waren sehr erfolgreich weltweit ein gemeinsames Verständnis über den Ökologischen Landbau zu etablieren. Wir sind damit vielen anderen Wirtschaftsbereichen weit voraus. Jetzt müssen wir uns fragen, was wir zusätzlich machen können, um den Ökologischen Landbau im Kopf des Verbrauchers zu verankern und im Herzen der Bauern. Die Teilnehmer dieser Konferenz haben sich engagiert damit auseinandergesetzt, wie wir den Reichtum herausstellen können, der immer Teil des Ökologischen Landbaus und der Verarbeitung ökologischer Produkte war.“
Die Konferenzteilnehmer verabschiedeten einstimmig die “Erklärung von Schwäbisch Hall”, die u.a. feststellt, dass ländliche Strukturen von multinationalen Konzernen und durch die Agro-Gentechnik bedroht sind, daher muss die Entwicklung ländlicher Regionen mit allen Mitteln gestärkt werden. Die Erklärung unterstützt das In-Wert-Setzen durch Verarbeiter- und Handelmarken, Warenzeichen und Geographische Angaben wenn sie fest mit dem Ökologischen Landbau verbunden sind. Auf diese Weise stellt der Ökologische Landbau die einzige soziale und ökonomische Alternative für ländliche Regionen dar, mit dem Potential, dauerhaft ökologisch und ökonomisch nachhaltig zu sein.
IFOAM hat die Gastfreundschaft in Schwäbisch Hall genossen und den Stolz der Bevölkerung für ihre lokalen Spezialitäten. Das schwarz-weiße Schwäbisch-Hällische Schwein, das maßgeblich von Rudolf Bühler, Vorstandsvorsitzender der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall, dem Hauptsponsor der Konferenz, vor dem Aussterben bewahrt wurde, verkörpert die regionalen Anstrengungen das kulturelle Erbe und nachhaltige Ernährungssysteme hoher Qualität, einzigartiger Identität und regionaler Eingebundenheit zu bewahren. Die Konferenzteilnehmer und IFOAM konnten den stellvertretenden ehrenamtlichen Bürgermeister von Schwäbisch Hall und Peter Hauk, den Minister für Ernährung und ländliche Entwicklung von Baden-Württemberg mit ihren Grußworten willkommen heißen.
Dr. Vandana Shiva, Trägerin des ‚Alternativen Nobelpreises’ hob die negativen Konsequenzen der industrialisierten Landwirtschaft für uns alle hervor – für Reiche wie für Arme: „Eine Milliarde Menschen auf dem Planeten hungern. Zwei weitere Milliarden Menschen leiden unter ernährungsbedingten Krankheiten wie Fettsucht, Diabetes und andere Krankheiten der Reichen.“
Helena Norberg-Hodge, ebenfalls Trägerin des ‘Alternativen Nobelpreises’ und Autor des Buches Bringing Food Economy Home, legte die gängigen ökonomischen Theorien über Ernährung und Landwirtschaft offen: “Überall in der Welt habe ich erfahren, dass wenn wir die Globalisierung verstehen wollen, ist einer der besten Wege, sich zu betrachten, was mit Ernährung und Landwirtschaft passiert. Regierungen subventionieren den Transport von Lebensmitteln, sie subventionieren die ‚Grüne Revolution’ und sie subventionieren einen Weg in Ausbildung und Erziehung sowie eines Energie- und Technologiesystems, die die Entwicklung von immer weiter entfernten Märkten zur Folge haben, die die Zerstörung lokaler Ökonomien nach sich ziehen. Um die Wirtschaft zu verstehen, brauchen wir eine globale Perspektive. Wenn es um das Verständnis der Natur geht, brauchen wir eine lokale Perspektive. Wenn wir die lokale Lebensmittelwirtschaft unterstützen würden, wären die Vorteile für eine Vielzahl von Unternehmen enorm, insbesondere für die Bauern und die landwirtschaftliche Erzeugung. Die Wirtschaft lokaler zu gestalten heißt nicht, Handel auszuschließen. Es bedeutet aber, dass es ein Menschenrecht auf frische Lebensmittel aus der Region gibt. Wenn wir überall auf der Welt unsere eigenen Lebensmittel essen würden, dann würde jedes Mal wenn wir essen, ein multinationaler Konzern Umsatz und Gewinn einbüßen.“
Renate Künast Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen, ehemalige Bundesministerin für Landwirtschaft und Ernährung erklärte am zweiten Konferenztag, dass die Agrarpolitik in der Europäischen Union als auch Struktur und Ausrichtung der Welthandelsorganisation WTO verändert werden müssen. Sie betonte: „Wir müssen die Finanzierungsinstrumente ändern und sie mit sozialen und ökologischen Kriterien verknüpfen. Eine geeignete Möglichkeit ist, dass nur der Bauer Geld bekommt, dessen Boden eine bestimmte Menge Humus aufweist, wenn nicht gibt es eben keine Förderung. Wir müssen auch regionale Marketingprojekte mit mehr Geld ausstatten. Dies sind Lehren, die wir aus dem Programm ‚Regionen aktiv’ ziehen sollten.“
Die Konferenz wäre nicht ohne die großzügige Förderung aller Unterstützer, Sponsoren, der Kooperations- und Medienpartner möglich gewesen.
Hauptsponsor
- Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall (BESH)
Silber Sponsoren:
- BioFach 2008, World Organic Trade Fair
- Deutsche Entwicklungs- und Investmentgesellschaft (DEG)
- Jürgen Serr, HerbService
- Aegean Exporters’ Associations, Turkey
- ALB-GOLD Teigwaren
- Rack & Rüther, Hessische Wurstwaren wie hausgeschlachtet
Bronze Sponsoren:
- Organic Valley Family of Farms
- KWS Saatgut AG
- Lebensbaum, Ulrich Walter GmbH
- CMA, Centrale Marketinggesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft
- RoBert’s Bio-Geflügel
Einfache Sponsoren:
- LaSelva, Lebensmittel aus der Toskana
- Kamut International
Kooperationspartner:
- International Trade Centre UNCTAD / WTO
- Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg
Medienpartner
Köstliche, lokal erzeugte und verarbeitete Öko-Lebensmittel wurden während der Konferenz angeboten. Die Lebensmittelspenden kamen von der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall, Lauretana, Rapunzel, Jürgen Serr HerbService, Edeka Südwest, Molkerei Schrozberg, Riedenburger Brauerei, ErdmannHauser, Robert’s Bio Geflgel, Lebensbaum, Kamut, Ökoring und Guayapi Tropical.
Weitere Informationen: Organic Services GmbH Mildred Steidle Landsberger Str. 527 81241 München Germany Tel: +49 89 820 759 -07 Ifoam.conference0708@organic-services.com
IFOAM Press Release, responsible Angela B. Caudle IFOAM Head Office Charles-de-Gaulle-Str. 5, 53113 Bonn, Germany Tel: +49-228-926 50 10 - Fax: +49-228-926 50 99 www.ifoam.org, E-Mail: headoffice@ifoam.org |
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